MINT-Bereiche ihre Notwenigkeit in der Kita

Als MINT-Bereiche werden folgende Teilbereiche bezeichnet:

M=Mathematik I= Informatik N= Naturwissenschaft T= Technik

Es ist wichtig, dass die Interessen der Kinder, von Anfang an in diesen Bereichen beobachtet und dokumentiert werden. Eine kompetente Lernbegleitung stellt sich die Frage: “Welche Kompetenzen haben sich die Kinder bereits in den Teilbereichen angeeignet?” Dieser aktuelle Entwicklungsstand ist der notwendige Ausgangspunkt jeglicher weiteren Überlegungen im fachlichen Diskurs. Diesen Ausgangspunkt möchte ich als Kompetenz-Zone bezeichnen. In der Kompetenz-Zone zeigt das Kind bereits sein vorhandenes Wissen, sein Bild von der Welt. Es zeigt aufmerksamer Lernbegleitung, was es kann und zeigt in seinem Verhalten und in seinem Antwortverhalten (Responsivität), wie es denkt (Theorie of Mind). Nun ergibt sich nach diesen Beobachtungen und deren Dokumentation, welche als Grundlage jeglicher Förderung stehen, eine weitere Frage: “Was möchte das Kind als nächstes lernen, oder welchen Schritt wird es in den nächsten Tagen und Wochen machen?” Die Antwort auf diese Frage, kann nur im Austausch mit allen am Erziehungsprozess Beteiligten geschehen. Gemeinsam wird eine Hypothese aufgestellt. Gemeinsam wird die “Zone der nächsten Entwicklung” (ZNE L. Wygotski) festgelegt. Nun ist die Lernbegleitung gefordert, passende Impulse für das Kind zu gestalten und es einzuladen, es zu ermutigen, es zu inspirieren. Es kommt nun auf die Lernbegleitung an, welche Bildungschancen das Kind erhält. Ausschlaggebend ist die Kommunikationskultur in der Einrichtung. Wie wird der dialogische Ansatz umgesetzt? Hier ist professionelle Lernbegleitung als das Richtige zu verstehen und die Umsetzung steht für das Richtige richtig tun. Dies bedeutet, es muss ein Wissen vorhanden sein über die sensitive Responsivität und nicht nur ein Wissen darüber, sondern die kompetente Umsetzung im päd. Alltag. Ein Basiswissen über entwicklungspsychologische Grundlagen im jeweiligen Alter des Kindes, können da ebenfalls von großer Hilfe sein. Was kann sich bereits in welchem Alter entwickeln? Was muss bereits vom Kind gezeigt werden an Entwicklungsindikatoren? Die Lernbegleitung muss sich sicher sein, ob sich das jeweilige Kind entsprechend entwickelt oder ob ein Kind einen erhöhten Förderbedarf einfordert. Es ist ein Zusammenspiel, einerseits vom Wissen der Lernbegleitung über die MINT-Bereichen. Wie viel Mathematik zeigt mir ein zweijähriges Kind? Welche Techniken beherrscht der kompetente Säugling? Welches naturwissenschaftlichen Interessen sind bei Kindern in welchem Alter vorhanden? Andererseits ist es das Verhalten und das Antwortverhalten der Lernbegleitung und des Kindes in der Abwechslung, welches  in einer Synergie,  in kokonstruktiven polarisierten Momenten, Bildung ermöglicht. Dies ist nicht nur ein Bildungsmoment für das Kind. Nein, es ist genauso ein Bildungsmoment der Lernbegleitung. Beide bilden sich an der Bedeutung des Raumes, der Situation und in ihren bedeutsamen Beziehungen. Es sind die wertvollen, lohnenswerte Momente, die in jedem Augenblick möglich sind in der Kita. Wichtig ist, dass die MINT-Bereiche bewusst wahrgenommen werden, sie sich mit den Bildungsbereichen der Kita abdecken und mit den Beobachtungsbereichen übereinstimmen. Monde und Jahre können mit unprofessionellen, massen von Lernbegleitungen  mit vielen verpassten Bildungschancen vergehen. Ein Moment der sensitiven Resistivität, kann von professioneller Lernbegleitung  jeden Augenblick in der Kita genutzt werden. Dieser leuchtet das ganze Leben hindurch, in der Bildung der heranwachsenden galaktischen Bürgerinnen und Bürger  und bei den päd. Fachkräften in unseren Kitas. Voraussetzung ist  die Notwendigkeit der MINT-Bereiche wird erkannt.

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